|    HOME    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM    |    DATENSCHUTZ    |
FREIZEIT & REISEN

 


ZU GAST IN DER KÜNSTLERKOLONIE

Hier ist die Zeit stehengebliben; Bekannt für Kunst, Kunstgewerbe und Architektur ist die Künstlerkolonie Worpswede immer einen Besuch wert.

Von Jane Marie Kähler

Inmitten des Teufelsmoors – 30 Kilometer nordöstlich von Bremen – liegt der kleine Ort Worpswede. Seit Ende des 19. Jahrhundert eine Gruppe Künstler die Gemeinde und den Landstrich in Niedersachsen entdeckte, ist Worpswede ein Begriff in der Kunstgeschichte und -szene und außerdem ein besonderes Reiseziel für Naturliebhaber. Alleine elf Museen zählt die knapp 10.000-Seelen-Gemeinde. Dabei kommen vor allem Freunde des Jugendstils in Worpswede auf ihre Kosten, denn in dieser Epoche erlebte die Künstlerkolonie ihre wichtigste Zeit.

Entdeckt wurde das verschlafene Dörfchen im Moor von den damaligen Kunststudenten Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende. Beeindruckt von der Weite des Himmels über der unberührten dunklen Moorlandschaft beschlossen sie, in Worpswede zu bleiben, und gründeten mit ihren Malerfreunden Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler 1895 die Worpsweder Künstlervereinigung. Mehr Maler und Künstler folgten – wie die Malerin Paula Modersohn-Becker, der Dichter Rainer Maria Rilke und dessen spätere Frau, die Bildhauerin Clara Westhoff. Es entstanden Künstlerhäuser, wunderschöne Jugendstil-Villen wie der Barkenhoff oder eigensinnige Häuser wie die "Käseglocke". In einigen der Anwesen kann man sogar wohnen: Der Buchenhof, ehemaliges Wohnhaus des Malers Hans am Ende, oder der Diedrichshof, ehemaliges Haus des Künstlers Bernhard Hoetger, sind heute Hotels.

Sich in Worpswede zu langweilen, ist schwer: Die Stadt bietet Führungen zu nahezu allen Themen an, sogar eine nächtliche Gruselführung inklusive lokaler Schauergeschichten. Eine Vielzahl von Ateliers, Galerien und Werkstätten gibt es in Worpswede auch heute noch zu besichtigen, und viele der Künstler geben Kurse in verschiedenen Kunst-Techniken. Die Große Kunstschau und die Worpsweder Kunsthalle sind ein Muss für Besucher. Hier finden sich die Bilder der Gründer der Kunstkolonie. Sie alle sind inspiriert von der umgebenden Landschaft, im Mittelpunkt: die Heide, das Moor, Birken, Katen, Moorkanäle, Torfkähne oder die typischen Wolkenlandschaften. Und genau hier kommen auch Natur-Liebhaber auf ihre Kosten. Auf nachgebauten Torfkähnen kann man auf den Spuren der Moorbauern sogar eine Fahrt über den Fluss Hamme unternehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.worpswede.de.



|    Zurück    |    Home    |    Kontakt    |    Impressum    |


  


AUSGABE 03.2013

 
 

INHALT

 
   ZEIT & GEIST  
     EIN ORT DES LEBENS  
   TRAUERKULTUR  
     KEINE ANGST VORM KONDOLIEREN  
   GESICHTER UND GESCHICHTEN  
     DER VOLLBLUT-JOURNALIST  
   GESUNDHEIT & FITNESS  
     DIE KRAFT DER FARBEN  
   FREIZEIT & REISEN  
     ZU GAST IN DER KÜNSTLERKOLONIE  
       EDITORIAL  
     LABYRINTH FRIEDHOFSGEBÜHREN  
   FORUM  
     DEUTSCHLANDS BESTES GRABMAL ...  
   AUS DER BERATUNG  
     HILFE FÜR MITGLIEDER

 

 
   GUT INFORMIERT  
     GUTE SEITEN
 
 
 
 

ARCHIVE

 
 
04.2018
03.2018
02.2018
01.2018
04.2017
03.2017
02.2017
01.2017
04.2016
03.2016
02.2016
01.2016
04.2015
03.2015
02.2015
01.2015
04.2014
03.2014
02.2014
01.2014
04.2013
03.2013
02.2013
01.2013
04.2012
03.2012
02.2012
01.2012