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Wertvolle News und Tipps


"Friedhof heute – so vielseitig wie das Leben"


Zweiter Aeternitas-Medienpreis erweist sich wieder als Erfolg

Aeternitas hat den Preis "Friedhof heute" im Jahr 2015 zum zweiten Mal vergeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 hatten sich diesmal 99 Journalisten mit über 100 Arbeiten beworben. Als Ergebnis zeigte sich insbesondere, dass der Friedhof äußerst vielfältig dargestellt wird und vor allem mit seinen sozialen Aspekten für die Menschen im Fokus steht. Medial findet der Friedhof heute ganzjährig statt und nicht mehr nur im November rund um die Trauertage. Bei allen Preisträgern ist der Friedhof ein Ort für die lebendigen Menschen, ein Ort des Abschieds und des Erinnerns, aber auch ein Ort des Neubeginns.

Die Preisträger 2015
1. Preis: Angela Fitsch, Karen Fuhrmann, Dorothea Schuler, Florian Schwinn und Ulrich Sonnenschein (stellvertretend für das gesamte Team der HR-Sendung "Der Tag") für die Radioproduktion "Der Friedhof im Zeitalter digitaler Unsterblichkeit", gesendet am 18. Dezember 2015 in HR2.
2. Preise: Ina Reuter und Marko Rösseler für den Film "Rendezvous auf dem Friedhof", gesendet am 1. und 8. August 2015 im WDR Fernsehen.
Tanja Schwarzenbach für den Text "Seelenverwandte", veröffentlicht am 21. November 2015 in der Süddeutschen Zeitung Auch 2016 wird ein Aeternitas Medienpreis "Friedhof heute" ausgeschrieben. Weitere Informationen dazu gibt Aeternitas rechtzeitig bekannt.


Lexikon Friedhof und Bestattung , Folge 9

"Totensorgerecht"


Wer das Totensorgerecht (auch "Totenfürsorgerecht" genannt) innehat, darf über Art und Ort der Bestattung eines Verstorbenen bestimmen. Welche Person dies im Einzelnen ist, bestimmt sich primär danach, wen der Verstorbene zu seinen Lebzeiten damit betraut hat – zum Beispiel im Rahmen einer Bestattungsverfügung. Hierbei kann es sich um Verwandte handeln, ebenso aber auch Freunde oder fremde Personen, wie zum Beispiel ein Bestatter, dem im Zusammenhang mit einem Bestattungsvorsorgevertrag das Totensorgerecht übertragen wurde. Hat der Verstorbene selbst niemanden bestimmt, sind die nächsten Angehörigen in einer bestimmten Reihenfolge totensorgeberechtigt. Die Reihenfolge ist je nach Bundesland in Details verschieden und mitunter rechtlich umstritten. Üblicherweise stehen an den ersten Stellen Ehepartner vor Kindern (und deren Ehegatten) und Eltern des Verstorbenen.



Aufsatzband beleuchtet kritisch "Facetten der Pietät"


Was bedeutet der Begriff und welche Forderungen lassen sich ableiten?

Bestattungen ist immer wieder von Pietät die Rede. Neue Trends, der Wandel im Bestattungswesen und eine zunehmend plurale Gesellschaft werfen verstärkt die Frage auf, was wir darunter verstehen. Der richtige Zeitpunkt, Licht ins Dunkel zu bringen und auf wissenschaftlicher Basis zu erfassen, was eigentlich hinter dem Begriff Pietät steckt. Der Begriff lässt sich "nicht isoliert und losgelöst von Zeit und Raum" betrachten. Darauf weist Dirk Preuß in dem Sammelband "Facetten der Pietät" hin, herausgegeben mit Lara Hönings und Tade Matthias Spranger. In philosophiegeschichtlicher, ethischer und juristischer Perspektive beleuchten die Autoren das Schlagwort, das der Duden als "Respekt, taktvolle Rücksichtnahme" umschreibt. Neben grundsätzlichen Fragen werden zahlreiche Einzelaspekte des pietätvollen Umgangs mit Verstorbenen erörtert. Im ersten Teil beginnt Preuß bei den antiken Ursprüngen der Pietät, deren Wurzeln vermutlich im Kult bzw. dessen Reinheit innerhalb von Familien und gegenüber Ahnen zu suchen sind. Im Laufe der Jahrhunderte erweiterte sich der Adressatenkreis von der Familie – zum Beispiel auf Götter oder Machthaber. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fokussierte sich Pietät wieder auf Tote und Hinterbliebene. Eine moralphilosophisch begründete Ethik im Umgang mit den Toten – dargestellt im zweiten Teil – beruht laut Preuß auf dem "Nichtschadensprinzip". Pietät beinhalte die Rücksicht auf die Verletzlichkeit, den Schmerz und die emotionale Instabilität von Trauernden. Im dritten Teil, beim kritischen juristischen Blick, wird die Frage aufgeworfen, ob es sich bei Pietät überhaupt um einen feststehenden Rechtsbegriff handelt. Die Rechtsprechung verweist in diesem Zusammenhang häufig auf das "sittliche Empfinden der Allgemeinheit". Was sich dahinter verbirgt, ist jedoch nicht definiert und darüber hinaus einem Wandel unterworfen, der zu wenig Berücksichtigung findet.

Neben vielen erhellenden Fakten und Hintergründen bietet "Facetten der Pietät" zahlreiche Anstöße, weiterzudenken und kritisch zu hinterfragen. Das Buch verdeutlicht, welch komplexe Materie der Begriff der Pietät umfasst und wie achtlos und wenig differenziert – und mitunter interessengesteuert – er gebraucht wird. Die Autoren stellen gebräuchliche Denk- und Argumentationsmuster infrage und helfen, Diskussionen in Zukunft auf einer sachlicheren und wissenschaftlich fundierten Grundlage zu führen.

Dirk Preuß, Lara Hönings, Tade Matthias Spranger (Hrsg.): Facetten der Pietät; Utz-Verlag; ISBN: 978-3-8316-4334-9; 424
Seiten, Preis: 49,- Euro



Elfte Auflage: Standardwerk "Gaedke"


Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts
Der Klassiker des Friedhofs- und Bestattungsrechts, "der Gaedke", ist in neuer, mittlerweile elfter Auflage erschienen. Das weitverbreitete und bekannte Standardwerk hat sich seit vielen Jahren als das umfassende Informations- und Nachschlagewerk im Friedhofs- und Bestattungsrecht bewährt. Sachkundig und übersichtlich findet eine gesamtumfängliche Darstellung der wesentlichen öffentlich-rechtlichen Themenbereiche statt: Friedhof, Bestattung, Grabstelle, Feuerbestattung, Bestattungsgewerbe und gewerbliche Betätigung auf Friedhöfen, Sammlung des geltenden staatlichen und kirchlichen Rechts. In dieser ausgiebig überarbeiteten und erweiterten Neuauflage wurden die rechtlichen Entwicklungen der letzten Jahre redaktionell eingearbeitet; der wissenschaftliche Apparat wurde grundlegend aktualisiert und ergänzt. Damit ist das Werk wieder ein aktueller und unentbehrlicher Ratgeber für das Bestattungsgewerbe, für kirchliche und kommunale Friedhofsträger, Friedhofsverwaltungen, Ordnungsbehörden und alle Institutionen und Personen, die mit dem Friedhofswesen befasst sind.

Gaedke (Begr.), Torsten Barthel (Autor): Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts; Carl-Heymanns-Verlag;
ISBN: 978-3452245229; 1.004 Seiten, Preis: 109,- Euro


"Buxtehuder Waldfriedhof – Erinnerungsort und Naturerlebnis"


Zahlreiche beeindruckende Fotos

In ihrem Buch zeigt Ute Latendorf auf 250 Seiten mit ca. 500 Farbfotos die Schönheit des Buxtehuder Waldfriedhofs, exemplarisch für viele andere Friedhöfe. Der Friedhof wird als Abschieds- und Erinnerungsort mit seinen verschiedenen Bestattungsarten präsentiert. Trauernde Angehörige zeigen dDie Gräber ihrer Verstorbenen, und es werden Menschen vorgestellt, die beruflich mit dem Friedhof zu tun haben: Friedhofsverwaltung, Gärtner, Pastor, Trauerrednerin, Organistin, Bestatter, Steinmetz. Auch als Erholungsort und Naturerlebnis hat der Friedhof eine große Bedeutung für die Stadt. Ehrenamtliche Naturschützer zeigen ihre „Schätze“: Bäume, Pflanzen, Vögel, Fledermäuse und Insekten. Tröstende Gedichte machen das Buch zu einem meditativen Leseerlebnis.

Ute Latendorf: Buxtehuder Waldfriedhof. Erinnerungsort und Naturerlebnis;
ewig-edition (Föhlbach Medienservice); ISBN: 978-3940765-19-2; 252 Seiten, 10,- Euro

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AUSGABE 01.2016

 
 

INHALT

 
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