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FREIZEIT & REISEN

Der Sommersitz Friedrichs des Großen Foto: neufal54 | Copyright-Lizenz: CC0 Creative Commons


SCHLÖSSER, GÄRTEN UND SEEN

Eine Stadt zum Staunen: Mit herrlichen Ausblicken, Geschichte an jeder Ecke und gemütlichem Flair bietet Potsdam der großen Nachbarin Berlin die Stirn.

Von Jane Kähler

Stadtgebiet, 75 Prozent der Fläche sind Grün- oder Wasserflächen. Wer Schlösser liebt, hat die Qual der Wahl, denn die 170.000-Einwohner-Stadt hat die höchste Anzahl an Schlössern je Bewohner in Deutschland. Dies zeugt von Potsdams großer Vergangenheit als Residenzstadt der preußischen Könige. Vor allem Friedrich der Große prägte die prunkvolle Kulisse der Stadt. Die einzigartigen Schloss- und Parkanlagen wurden 1990 zum UNESCO-Welterbe. Es umfasst rund 500 Hektar Parkanlagen mit 150 Gebäuden aus der Zeit von 1730 bis 1916 und ist die größte deutsche Welterbestätte. Auf Schritt und Tritt begegnet dem Besucher in Potsdam deutsche Geschichte: Von preußischen Kurfürsten und Königen über die deutschen Kaiser bis hin zur Potsdamer Konferenz, russischer Besatzung und der DDR - überall findet man Zeugen der bewegten Geschichte der Stadt. Die schönsten Spuren haben die brandenburgisch-preußischen Könige hinterlassen: so das weltberühmte Schloss Sanssouci. Es liegt auf Weinbergterrassen inmitten einmaliger Parkanlagen. Im Inneren sind die originalen Räume aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Der Sommersitz Friedrichs des Großen entstand ab 1745 im Stil des Rokoko. Die Lage und die Funktion des Schlosses erinnern an das Schloss Versailles. Sanssouci - "ohne Sorge" - war Friedrich dem Großen als Refugium von großer Bedeutung, sein Grab befindet sich gemäß seines Wunsches auf der oberen Terrasse. Am westlichen Ende des Parks befindet sich das Neue Palais, das größte Schloss Potsdams. Friedrich der Große baute es in den 1760er-Jahren zu Repräsentationszwecken. Über 200 Räume, vier Festsäle und ein Rokokotheater standen vor allem Gästen zur Verfügung. Heute werden Teile des Schlosses von der Universität Potsdam genutzt. Das runde Aussichts-Schlösschen Belvedere wurde im Anschluss an das Neue Palais auf dem Klausberg errichtet und bietet herrliche Ausblicke auf Park und Stadt. Ein zweites Belvedere wetteifert mit ihm um den schönsten Blick: Das Belvedere auf dem Pfingstberg im Stil der italienischen Renaissance wurde von König Friedrich Wilhelm IV. entworfen und ab 1847 errichtet. Neben Schlössern und Parks beeindruckt auch Potsdams Innenstadt mit barocken Plätzen und dem Holländischen Viertel, dem größten Quartier außerhalb der Niederlande. Friedrich Wilhelm I. ließ das Viertel ab 1733 bauen, um holländische Handwerker nach Potsdam zu locken.

Potsdam ist aber auch Sitz des "deutschen Hollywood": Das traditionsreiche Filmstudio Babelsberg wurde schon 1912 gegründet und war das erste große Filmstudio der Welt. Es war Filmzentrum im Dritten Reich und in der DDR (als DEFA) und ist noch immer eines der führenden europäischen Zentren für Film- und Fernsehproduktionen. Hier kann man an spannenden Führungen teilnehmen. Und natürlich hat auch der Stadtteil Babelsberg ein eigenes Schloss: Schloss Babelsberg wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Sommersitz Kaiser Wilhelms I. im gotischen Stil erbaut.

Potsdam hat - auch dank der vielen Studenten - ein blühendes Kultur- und Nachtleben, besitzt heute drei Hochschulen und mehr als 30 Forschungsinstitute. In diesem Jahr öffnete das Kunstmuseum Barberini im Palais Barberini mit einer Sammlung von den Alten Meistern bis zu zeitgenössischer Kunst mit Fokus Impressionismus. Wie einst die preußischen Könige schätzen heute auch viele Prominente die einmalige Stadt: Hier vor den Toren Berlins haben sich etwa Günther Jauch, Johannes B. Kerner, Volker Schlöndorff, Wolfgang Joop oder Christian Ulmen niedergelassen.

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AUSGABE 03.2017

 
 

INHALT

 
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     DIE FARBEN DER TRAUER  
   GESICHTER UND GESCHICHTEN  
     VENEZIANISCHE VERBRECHEN  
   GESUNDHEIT & FITNESS  
     GUTE NACHT!  
   FREIZEIT & REISEN  
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