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GESICHTER & GESCHICHTEN

Madonna Foto: David Shankbone | Copyright-Lizenz: GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free


QUEEN OF POP

Madonnas Karriere bricht alle Rekorde, und ihre 60 Jahre sieht man ihr kein bisschen an.

Von Jane Kähler

Sie ist die Ikone der Pop-Kultur des 20. Jahrhunderts, ihre exzessiven Bühnenshows sind Legende, ebenso ihr Einfluss auf die Musik- und die Modegeschichte. Vielen Frauen gilt sie als Symbol eines befreiten Feminismus: "Ich halte es für einen Irrtum, wenn Feministinnen glauben, dass Frauen sich wie Männer anziehen oder verhalten müssen, um etwas zu erreichen, respektiert zu werden oder an die Macht zu kommen", sagt die Künstlerin. Madonnas Karriere umfasst heute mehr als vier Dekaden, aus kommerzieller Sicht ist sie die erfolgreichste Musikerin aller Zeiten – mit einem Vermögen von rund 1 Milliarde US-Dollar und über 300 Millionen verkauften Tonträgern. Auch ihre Tourneen, Auszeichnungen und Chart-Erfolge brechen alle Rekorde. Seit 1983 hat Madonna 13 Alben herausgebracht, Hits wie "Like a Virgin" (1984), "La Isla Bonita" (1986), "Like a Prayer" (1989), "Frozen" (1998), "Music" (2000) oder "Hung Up" (2005) wurden zu Pop-Klassikern.

Madonna wird 1958 im US-Staat Michigan als Madonna Louise Ciccone geboren. Sie hat italienische und frankokanadische Wurzeln. Ihre Mutter, die früh stirbt, hieß ebenfalls Madonna. Madonna wächst mit sieben Geschwistern in einem katholischen Umfeld auf. Über das Tanzen lernt sie Menschen kennen, die ihr Potential entdecken. "Es ist das Tanzen gewesen, das mich mit mir versöhnt hat. Sobald ich trainiere, werde ich all die schlechten Dinge in mir los", sagt Madonna. 1978 geht sie mit "30 Dollar in der Tasche" nach New York, um Profi- Tänzerin zu werden. Madonna studiert Tanz, hält sich mit Jobs in Fast-Food-Läden über Wasser und gerät ins Zentrum der New-Wave- und Punk-Bewegung. Sie lernt Gitarre und Schlagzeug und experimentiert in Punk- Bands. Über Auftritte in Diskotheken bekommt Madonna Kontakte in die Plattenindustrie. 1983 erscheint ihr Debüt-Album "Madonna". Es verkauft sich millionenfach und mit "Holiday" schafft Madonna es in die Top Ten der internationalen Charts. Der Durchbruch ist geschafft: Madonna beginnt mit dem Produzenten Michael Jacksons zu arbeiten, und schon 1984 erscheint das Album "Like a Virgin", das sich rund 20 Millionen Mal verkauft.

Bis heute schreibt Madonna ihre Lieder meist selbst. Familie, Selbstreflexion sowie Sexualität sind häufig Themen ihrer Songs. "Ich glaube, es ist meine Natur, eine Kämpferin zu sein. Da ist ein Motor in mir, der mich nicht untergehen lässt. Wenn die Dämonen an mir zerren, holt mich die Arbeit wieder raus. Das ist der Grund dafür, dass ich so hart schufte", sagt Madonna. Dabei ist sie wandelbar wie keine andere: Auf jedem Album, in jedem Musikvideo und auf jeder Tournee trifft man eine völlig neue Madonna – von blond zu brünett, von langund kurzhaarig, von prüde zu freizügig. Vor allem in den 80er- und 90er-Jahren polarisierte Madonna mit ihren Outfits: mit Auftritten in Hochzeitskleidern, Kruzifixen und freizügigen Outfits rief sie Kirchen und Elternverbände auf den Plan. Das beeinträchtigte nicht ihre Wirkung, Madonna beeinflusste die Modewelt wie keine andere Künstlerin. Mit dem Album "Music" etwa löste sie eine "Cowgirl-Fashion"-Welle aus. Aber auch musikalisch ist Madonna extrem wandelbar: Von Einflüssen aus Funk und Dance, über R 'n' B, House, HipHop, Soul und sogar Jazz findet Madonna immer zu ihrem eingängigen Pop zurück. Ihre Konzerte gelten als einmalige Shows und sind auf Jahre hin ausverkauft. Madonna spielte in ihrer Karriere auch in einigen Filmen mit, aber ohne viel Erfolg. Mehr Ruhm brachte ihr 1996 der Musical-Film „Evita“. Madonna erhielt unzählige Preise, darunter sieben Grammys und zwei Golden Globes. Sie war zweimal verheiratet, 1985 bis 1989 mit dem Schauspieler Sean Penn und 2000 bis 2008 mit dem Regisseur Guy Ritchie. Sie hat zwei leibliche Kinder und adoptierte vier Kinder aus Malawi. Interviewtermine mit Madonna sind hart umkämpft, aber auch sehr gefürchtet. "Ich bin ungeduldig und intolerant den Schwächen anderer gegenüber", sagt die Künstlerin. Eine Ikone ist Madonna selbst bei ihren Kollegen. "I'd rather meet Madonna than the president of the United States", sagte Britney Spears einmal.

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AUSGABE 02.2018

 
 

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