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Wertvolle News und Tipps


Lexikon Friedhof und Bestattung , Folge 19

"BESTATTUNGSVORSORGEVERTRAG"

Im Rahmen eines Bestattungsvorsorgevertrages regeln Menschen zu Lebzeiten die Einzelheiten der Abwicklung ihrer Bestattung. Dazu beauftragen sie für ihren Todesfall die entsprechenden Leistungen bei einem Bestatter und schließen mit diesem darüber einen Vertrag. Der Bestatter verpflichtet sich, gemäß den vertraglichen Vereinbarungen nach dem Tod des Vertragspartners tätig zu werden. Üblicherweise ist die finanzielle Absicherung auch Teil der Vereinbarung. Dazu wird die benötigte Summe auf einem Treuhandkonto hinterlegt oder aber der Bestatter als Bezugsberechtigter einer Sterbegeldversicherung benannt. Auch wenn es sich hier genau betrachtet um zwei einzelne Verträge handelt, wird der Bestattungsvorsorgevertrag meist als eine Einheit von Beauftragung der Bestattungswünsche sowie der finanziellen Absicherung verstanden. Ähnliche Vorsorgeverträge werden auch im Bereich der Grabpflege von Friedhofsgärtnern angeboten.


FACHBERICHT ERLÄUTERT STANDARDS FÜR DIE FRIEDHOFSENTWICKLUNGSPLANUNG

Hilfe für kommunale und konfessionelle Friedhofsträger

Die Veränderungen im Friedhofs- und Bestattungswesen stellen kommunale wie auch konfessionelle Friedhofsträger vor strukturelle und finanzielle Herausforderungen, die eine grundlegende Neuausrichtung der Friedhöfe notwendig machen. Dominierte auf deutschen Friedhöfen noch vor wenigen Jahrzehnten die traditionelle Sargbestattung mit über 70-prozentigem Anteil gegenüber der Feuerbestattung, so hat sich mittlerweile dieses Verhältnis geradezu umgekehrt. Die Folgen sind wesentlich kleinere Gräber und ein wesentlich geringerer Bedarf an Friedhofsfläche. Für die konfessionellen und kommunalen Friedhofsträger bedeutet diese Entwicklung zunehmend frei werdende Grabfelder und bei steigendem Pflege- bzw. Unterhaltungsaufwand geringere Einnahmen. Angesichts der absehbaren demografischen Veränderungen wird sich diese Entwicklung auf Friedhöfen in Zukunft noch verstärken. Nach den zu erwartenden steigenden Sterbezahlen in den nächsten Jahren ist etwa ab dem Jahr 2050 mit deutlich zurückgehenden Sterbefällen zu rechnen. Für die Friedhofsträger stellt sich somit die Frage der Folgenutzung von frei werdenden Friedhofsflächen. Bislang bestehen keine allgemein anerkannten Standards für die Durchführung einer Friedhofsentwicklungsplanung, weshalb bei mangelnden Fachkenntnissen, zum Beispiel bei der Datenaufbereitung, Fehlentwicklungen zulasten der Friedhofsträger wie auch der am Friedhof tätigen Gewerke die Folge sein können.

Die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) hat deshalb unter Leitung des Friedhofsplaners Dr. Martin Venne aus Kassel und unter Mithilfe zahlreicher weiterer Experten den Fachbericht „Standards für die Durchführung von Friedhofsentwicklungsplanungen“ erstellt und veröffentlicht. Der umfassende Bericht bietet kommunalen und konfessionellen Friedhofsträgern wesentliche qualitative Standards und konkrete Ratschläge und Anregungen, die bei der Erarbeitung in Eigenregie wie auch bei der Vergabe von Friedhofsentwicklungsplanungen an externe Fachplaner außerordentlich hilfreich sind. Darüber hinaus werden zahlreiche Hintergründe – wie zum Beispiel die wichtigsten Begriffsbestimmungen oder die gesetzlichen Grundlagen – anschaulich erläutert. Erhältlich ist der Fachbericht unter anderem im Onlineshop auf der Webseite www.fll.de


PRAXISBUCH TRAUERCAFÉ

Grundlagen und Methoden

Seit einigen Jahren hört man immer häufiger von sogenannten "Trauercafés". Dort können sich Trauernde in einer ungezwungenen Atmosphäre treffen - vor allem mit Menschen, denen es ähnlich ergangen ist bzw. die sich in ähnlichen Situationen befinden. Trauercafés bieten einen Ort, an dem Trauernde ein offenes Ohr finden und ihren Gefühlen Raum geben können. Mechthild Schroeter-Rupieper teilt in ihrem neuen Buch ihre Erfahrungen mit dieser offenen Form der Trauerbegleitung. Nicht umsonst lautet der Untertitel des Buches "Grundlagen und Methoden": Die Autorin erläutert fundiert alle Hintergründe ("Was ist Trauer?" und weitere Kapitel unter anderem zu Ort, Zeit und Ablauf), die zu beachten sind: Trauermodelle, Zielgruppen, Vorbereitungen, Fallstricke usw. Im Praxisteil zeigt sie lebendig und anschaulich Methoden, die sich für diese Form der Begleitung von Trauernden bewährt haben. Die Autorin Mechthild Schroeter-Rupieper ist Trauerbegleiterin und Inhaberin von "Lavia - Institut für Familientrauerbegleitung" in Gelsenkirchen, wo sie auch lebt. Sie hat mehrere Bücher über Abschied und Trauer geschrieben und ist im ganzen deutschsprachigen Raum als Referentin tätig.

Mechthild Schroeter-Rupieper: Praxisbuch Trauercafé. Grundlagen und Methoden, Verlag Patmos, ISBN 978-3-8436-1023-0, 128 Seiten, 14 Euro



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AUSGABE 03.2018

 
 

INHALT

 
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     "WENN IHR WÜSSTET!"  
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