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GESUNDHEIT & FITNESS

Foto: pixabay.com/jarmon_88 | Copyright-Lizenz: CC0 Creative Commons


HEILENDE HÄNDE

Der Körper als Einheit: Mit sanften Griffen will die Osteopathie den Körper zur Selbstheilung anregen.

Von Marie Meier

Wer von der Schulmedizin enttäuscht ist, jahrelang Beschwerden hat ohne Aussicht auf Besserung, der wendet sich oftmals alternativen Heilmethoden zu - wie der Osteopathie. Laut einer Studie hat annähernd jeder fünfte Deutsche bereits eine osteopathische Behandlung gehabt. Vor allem Menschen mit chronischen Rückenschmerzen und Mütter mit Schreibabys setzen heute auf die Osteopathie.

Für den Osteopathen bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit. Alle körperlichen Strukturen und Funktionen sind miteinander verbunden. Krankheiten zeigen demnach Störungen im Zusammenspiel der körperlichen und organischen Systeme. Ist die Beweglichkeit von Körperteilen und Organen eingeschränkt, entstehen aus Sicht der Osteopathie zunächst Gewebespannungen und anschließend Funktionsstörungen. Irgendwann kann der Organismus diese nicht mehr kompensieren und zeigt dies in körperlichen Beschwerden, die an unterschiedlichster Stelle auftreten können. Beschwerden an der Bandscheibe gehen etwa meist mit Problemen des Darms einher, da Bandscheibe und Darm durch Faszien verbunden sind. Störungen der Nieren können Rückenschmerzen auslösen.

Bei der Behandlung setzt die Osteopathie auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Ein Osteopath verschafft sich einen Überblick über alle Blockaden und Bewegungseinschränkungen im Körper. Diagnose und Therapie erfolgen ausschließlich mit den Händen. Der Osteopath untersucht das Gewebe des ganzen Körpers nach Spannungen und nach der Ursache der Beschwerden. Mit sanften Griffen werden dann Blockaden gelöst und der Körper zur Selbstheilung angeregt.

Die Osteopathie kann in allen medizinischen Bereichen Anwendung finden, in denen funktionelle Störungen die Ursache für die Beschwerden sind. Häufige Krankheitsbilder, bei denen die Osteopathie zum Einsatz kommt, sind Bandscheibenprobleme, Rücken- und Nackenschmerzen, Kopfschmerzen aber auch Organbeschwerden wie Magen-Darm-Probleme. Eine osteopathische Behandlung dauert zwischen 30 und 50 Minuten. Nach der Behandlung braucht der Körper Zeit, um auf die Behandlung zu reagieren, es kann auch zu einer kurzfristigen Verschlimmerung kommen. Nach vier Terminen kommt es üblicherweise zu einer Besserung der Beschwerden.

Wie alle alternativen Behandlungsmethoden wird auch der medizinische Nutzen der Osteopathie heiß diskutiert. Valide Studien gibt es bislang nicht, einzig bei Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule bescheinigen Experten der Osteopathie gute Wirksamkeit.

Dennoch gilt die Osteopathie mittlerweile als sinnvolle und wichtige Ergänzung der Schulmedizin. Viele Fachärzte arbeiten mit Osteopathen zusammen, und zahlreiche gesetzliche Krankenkassen übernehmen mit einer Überweisung durch einen Arzt anteilig die Kosten für Osteopathiebehandlungen, die sich meist auf 60 bis 100 Euro pro Sitzung belaufen. Trotz des großen Zulaufs, den die Osteopathie zu verzeichnen hat, ist die Qualifikation eines Osteopathen bis heute nicht gesetzlich geregelt. Meist üben Ärzte oder Heilpraktiker mit Zusatzausbildung die Methode aus.

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AUSGABE 03.2018

 
 

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