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AETERNITAS INFORMIERT

 


AETERNITAS INFORMIERT

Wertvolle News und Tipps


Lexikon Friedhof und Bestattung , Folge 20

"GRABMALSTANDSICHERHEIT"

Friedhofssatzungen schreiben zur Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht einen Mindeststandard für die Standsicherheit eines Grabmals vor. Dieses muss so aufgestellt und im Boden verankert sein, dass es nicht wackelt oder gar umstürzt. Einmal jährlich wird die Standsicherheit üblicherweise von der Friedhofsverwaltung überprüft (gewöhnlich nach dem Ende der Frostperiode). Diese Überprüfung kann gebührenpflichtig sein. Die Verwaltung kennzeichnet lockere Grabmale und sperrt akut umsturzgefährdete Grabmale ab. Finden Grabnutzer an ihrem Grabmal einen solchen Hinweis, sollten sie sich mit einem Steinmetz wegen der erneuten Befestigung in Verbindung setzen und die Friedhofsverwaltung informieren. Der Bundesinnungsverband der Steinmetze (BIV) und die Deutsche Natursteinakademie (DENAK) haben jeweils Richtlinien erstellt, nach denen Grabmale sicher errichtet und Standsicherheitsprüfungen durchgeführt werden können. Die Friedhofsverwaltungen berufen sich gewöhnlich auf eine dieser Richtlinien.


SO STERBEN WIR

Unser Ende und was wir darüber wissen sollten

Unterteilt in drei aufwendig recherchierte Kapitel ("Sterben", "Tod" und "Trauer"), geht Roland Schulz grundlegenden Fragen nach: Was passiert mit deinem Körper, wenn du stirbst? Was fühlst du – Trauer, Schmerz? Und dann, wenn dein Herzschlag verstummt ist? Was geschieht mit deinem Leichnam, bis du bestattet wirst? Wie wird man um dich trauern? Sterben, Tod und Trauer sind unumgänglich, für jeden. Und doch wissen die meisten Menschen nur wenig darüber. Roland Schulz findet Worte für das Unbeschreibliche und gibt Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens. Mit den Worten "Tage vor deinem Tod, wenn noch niemand deine Sterbestunde kennt, hört dein Herz auf, Blut bis in die Spitzen deiner Finger zu pumpen. Wird anderswo gebraucht. In deinem Kopf" nimmt der Autor den Leser mit auf die letzte Reise. Eindringlich beschreibt er, was wir während unserer letzten Tage und Stunden erleben. Er verfolgt die Reise des Körpers von der Leichenschau bis zur Bestattung und fragt schließlich, was Sterben und Tod für diejenigen bedeutet, die zurückbleiben: Wie trauern wir – und wie können wir weiterleben? Roland Schulz: So sterben wir. Unser Ende und was wir darüber wissen sollten
Piper Verlag 2018, 240 Seiten, 20 Euro


SAMMELBAND ÜBER ERINNERUNGSLANDSCHAFTEN

Friedhöfe als kulturelles Gedächtnis

Friedhöfe sind Trauerorte und langlebige Biotope des regionalen Gedächtnisses. Denn Grabmale erzählen nicht nur Familiengeschichte, sondern auch Stadtgeschichte. Die Geschichte eines Gemeinwesens ist immer auch die Geschichte von Toten und Totengedenken. Die Toten und ihre letzten Ruhestätten gehören nicht nur den Angehörigen. Im kulturellen Gedächtnis mischen sich Privates und Öffentliches, Grabstelle und öffentlicher Raum. Gedächtnis bekommt hier eine räumliche Gestalt, es kann begangen werden. Kirchen und Kommunen sind als Friedhofsträger und Erinnerungsgemeinschaften herausgefordert, diese Bedarfe in eine sinnvolle Gestalt zu überführen. Bereits 2016 ist der Band „Erinnerungslandschaften – Friedhöfe als kulturelles Gedächtnis“ der beiden Herausgeber Thomas Klie und Sieglinde Sparre in der Reihe „Praktische Theologie heute“ erschienen. In interdisziplinärer Weite werden in zahlreichen Aufsätzen aus sozialwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher und theologischer Perspektive die sepulkral-memorialen Formen diskutiert und ausgelotet. Der vorliegende Band leistet so einen wichtigen und lehrreichen Beitrag, um die historischen Hintergründe und den aktuell zu beobachtenden Wandel auf unseren Friedhöfen einzuordnen und somit auch deren Zukunft besser gestalten zu können. Klar wird herausgearbeitet, dass Friedhöfe mehr sind als letzte Ruhestätten, die nur der Bestattung und dem Andenken Verstorbener dienen.

Thomas Klie/Sieglinde Sparre (Hrsg.): Erinnerungslandschaften. Friedhöfe als kulturelles Gedächtnis
Kohlhammer-Verlag 2016, 216 Seiten, 40 Euro




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