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FREIZEIT & REISEN

Foto: pixabay.de/andreasmetallerreni | Copyright-Lizenz: CC0 Creative Commons


WEIHNACHTSWUNDERLAND

Im Erzgebirge könnte auch der Weihnachtsmann zu Hause sein, zumindest aber sind es eine große Weihnachtstradition und eine einmalige Adventsstimmung..

Von Jane Kähler

Wie keine andere deutsche Region ist das Erzgebirge mit dem Advent verbunden. Duftende Räuchermännchen, hölzerne Engelschöre, leuchtende Schwibbögen und drehende Pyramiden verwandeln das Erzgebirge in ein Weihnachtswunderland und sind von hier in die ganze Welt ausgeschwärmt. Ebenso wie die traditionellen Weihnachtsmärkte: In den mittelalterlichen Bergbaustädtchen des Erzgebirges steht ihre Wiege. Die schönsten und bekanntesten Weihnachtsmärkte finden in Schneeberg, Schwarzenberg, Annaberg und Freiberg statt. In den meisten Orten des Erzgebirges drehen sich zur Weihnachtszeit große Freilandpyramiden bis weit nach Neujahr. Das "Pyramidenanschieben" ist alljährlich um den ersten Advent ein feierliches Ereignis. Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge in Sachsen und Böhmen, südöstlich von Zwickau, Chemnitz und Freiberg an der Grenze zu Tschechien. Jahrhundertlang prägte der Bergbau diese Region, und noch heute pflegt man dessen Traditionen und Bräuche. So finden im Advent vielerorts "Bergparaden" statt: festliche Aufzüge der Bergmänner in historischer Tracht. "Hutzenabende" gehen auf die Tradition zurück, dass sich die Nachbarn reihum in der guten Stube (Hutzenstube) trafen. Die Frauen klöppelten, die Männer schnitzten. Es wurde gesungen, erzählt, gegessen und getrunken. Auch an traditionellen Mettenschichtfeiern können Besucher heute teilnehmen. Die Mettenschicht war die letzte Schicht vor Weihnachten (Christmette). Heute werden teilweise unter Tage für Besucher Weihnachtsfeiern organisiert, begleitet von erzgebirgischen Spezialitäten und Bergmannsgesängen. Auch die erzgebirgische Volkskunst, die mit Räuchermännchen, Weihnachtspyramiden, Schwibbögen, Nussknackern oder Engelsfiguren ihren Glanz gerade zu Weihnachten entfaltet, hat ihren Ursprung im Bergbau: in der Sehnsucht des Bergmannes nach Licht und in der ersten Krise des Bergbaus im 17. Jahrhundert, der die Erzgebirgler mit der Herstellung von Weihnachtsschmuck und Spielzeug begegneten. Die Volkskunst gibt es in einmaligen Museen und Ausstellungen auch ganzjährig in der Region zu bewundern. So zeigt die "Wendt & Kühn Figurenwelt" in Seiffen die berühmten Elfpunkteengel, Blumenkinder und Spieldosen der Manufaktur sowie den gesamten Handwerksprozess. Die "Manufaktur der Träume" in Annaberg-Buchholz stellt Volkskunst vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart aus und gilt als größte und bedeutendste Sammlung ihrer Art. Die mittelalterliche Burg Scharfenstein in Drebach ist nicht nur an sich sehenswert, sondern beherbergt auch ein Spielzeug- und Weihnachtsmuseum. Charakteristisch für das Erzgebirge sind auch ganz bestimmte Krippen: Der sogenannte Weihnachtsberg zeigt die Krippenszene eingebettet in eine gebirgige Landschaft und oft in Kombination mit Motiven aus dem Bergbau. Über den "Krippenweg Erzgebirge" kann man diese besonderen Krippen in privaten und öffentlichen Räumen besichtigen.

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