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EDITORIAL


ALEXANDER HELBACH, Chefredakteur

GRÄBER OHNE NAMEN?

ir berichten Ihnen in dieser Ausgabe von Zeitlos über die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zu den Bestattungswünschen der Bundesbürger (Seite 3). Neben den Wünschen zur eigenen Bestattung haben wir noch eine Reihe weiterer Aspekte abgefragt. So stellte sich unter anderem heraus, dass über zwei Drittel der Befragten befürworten, wenn Teile der Asche Verstorbener für Erinnerungsgegenstände verwendet werden – was bisher verboten ist, zumindest in Deutschland. Alle Ergebnisse finden Sie übrigens ausführlich dargestellt auf unserer Webseite: www.aeternitas.de

An dieser Stelle möchte ich jedoch auf einen anderen Aspekt eingehen: Die Frage, wie wichtig den Menschen ein Namenshinweis an ihrer eigenen Grabstelle ist. Hier zeigte sich in unserer Umfrage ein geteiltes Meinungsbild: 47 Prozent der Befragten wäre die Namensnennung alles in allem sehr wichtig oder wichtig, 51 Prozent wäre dies hingegen weniger wichtig beziehungsweise überhaupt nicht wichtig. Ungefähr die Hälfte hätte also kein Problem damit, später einmal in einem anonymen Grab beigesetzt zu werden.

Der Wunsch nach einem Grab ohne Namen ist zu respektieren. Maßgeblich bei der Ausgestaltung einer Bestattung ist der Wille des Verstorbenen. Eines sollte jedoch dabei bedacht werden – und zwar im Vorfeld, bevor jemand gestorben ist: Häufig wird der Gedanke geäußert, seinen Hinterbliebenen "nicht zur Last fallen" und sie nicht mit der Grabpflege belasten zu wollen. Nicht selten wünschen sich die Angehörigen aber durchaus ein Grab mit Namen, das sie besuchen können. Deshalb ist es so wichtig, zu Lebzeiten mit denen über die eigenen Bestattungswünsche zu sprechen, die es später betrifft. Und sich über die Möglichkeiten zu informieren. Die meisten Friedhöfe bieten mittlerweile eine Vielzahl von Grabstätten, bei denen der Name der Verstorbenen genannt wird, aber dennoch keine Grabpflege erforderlich ist, etwa Gemeinschaftsgräber, Urnenwände oder Baumgräber. Und auch in einem Bestattungswald ist die Kennzeichnung der Grabstelle durch eine Plakette am Baum möglich.



Ihr Alexander Helbach

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