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Foto: tommelom.de/"Ich war-bin-werde" | Copyright-Lizenz: CC0 Creative Commons


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Demenzerkrankungen sind auf dem Vormarsch – was kann helfen?

Von Marie Meier

Wo ist denn bloß der Schlüssel? Vergesslichkeit, die jedem Menschen passiert, kann in fortgeschrittenem Alter auf Demenz hinweisen. Demenzerkrankungen gehören in der alternden Gesellschaft zu den häufigsten Alterskrankheiten. Allein in Deutschland leiden etwa 1,7 Millionen Menschen darunter. Zwei Drittel der Demenz- Erkrankten sind über 80 Jahre alt, 65 Prozent davon Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert "das demenzielle Syndrom" als die Folge einer chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns. Man spricht von Demenz, wenn die Symptome seit mindestens 6 Monate bestehen, Störungen von Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen auftreten sowie sich Sozialverhalten oder Motivation ändern. Während anfangs häufig das Kurzzeitgedächtnis gestört ist, ist auch zunehmend das Langzeitgedächtnis betroffen. Erkrankte verlieren mehr und mehr erworbenes Wissen und Fähigkeiten. Die Krankheit verändert den Menschen in seinem ganzen Wesen und ist entsprechend angstbesetzt. "Demenz" ist ein Sammelbegriff für Krankheiten, die die geistige Leistungsfähigkeit betreffen. Man unterscheidet die primäre und die sekundäre Demenz. Die sekundären (nicht hirnorganischen) Formen sind meist Folge anderer Erkrankungen wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen oder Vergiftungserscheinungen. Sie sind behandel- und heilbar.

Etwa 90 Prozent der Demenzerkrankungen sind aber primärer (hirnorganischer) Art. Es kommt zu einem Absterben der Nervenzellen im Gehirn. Die meisten Patienten, etwa 70 Prozent, leiden unter "Alzheimer", bei dem meist Eiweißablagerungen die Nervenzellen beschädigen. Soziale und geistige Aktivitäten, gesunde Ernährung und Bewegung können einer Demenz entgegenwirken. Das ist wichtig, denn noch gibt es kein Medikament, das eine Demenz wirklich heilen oder aufhalten kann. Die heutige medikamentöse Behandlung dient dazu, Symptome zu verbessern oder ihr Fortschreiten zu verzögern. Musikund Kunsttherapie, Bewegungs-, Sinnes- und Wahrnehmungsübungen spielen eine große Rolle in der Therapie.

Die verbliebenen Fähigkeiten der Kranken werden dabei trainiert und das Selbstwertgefühl der Menschen gestärkt. Das Wohlbefinden der Erkrankten hängt auch stark davon ab, wie sich ihre Umwelt anpasst. Dabei ist es wichtig, dass Angehörige, vor allem wenn sie im Haushalt leben, psychisch und organisatorisch entlastet werden. Weitere Infos:
www.deutsche-alzheimer.de
www.demenz-support.de
www.wegweiser-demenz.de



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