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Foto: pixabay.com/Hans | Copyright-Lizenz: CC0 Creative Commons


PERLE IM HARZ

Eine eindrucksvolle Kulisse erwartet den Besucher im nördlichen Harz. Hoch über Quedlinburgs mittelalterlichen Gassen thronen das Schloss und die Stiftskirche auf einem steilen Sandsteinfelsen.

Von Jane Kähler

Über 1000 Jahre Geschichte prägen Quedlinburg, und das sieht man auch. Die Altstadt mit ihrem geschlossenen historischen Stadtbild sowie der Schlossberg mit Schloss und Stiftskirche St. Servatii gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit dem Münzenberg nebst der romanischen Klosterkirche St. Marien, der Kirche St. Wiperti, dem Abteigarten und dem Brühl-Park bildet Quedlinburg eines der größten Flächendenkmale Deutschlands.

Die Bauwerke zeugen auch von Quedlinburgs großer Bedeutung für die deutsche Geschichte. Heinrich I. machte Quedlinburg und das Gebiet zwischen Harz und Elbe im 10. Jahrhundert zum politischen Zentrum des deutschen Reiches. Zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert verbrachten die ottonischen Herrscher hier in der Quedlinburger Königspfalz das Osterfest. Heinrichs Frau, Königin Mathilde, gründete in der ehemaligen Burg ein Damenstift, das bis ins 19. Jahrhundert Bestand hatte. Das Stift wurde im 16. und 17. Jahrhundert zu einem Renaissance- Schloss umgebaut, wo sich heute das Schlossmuseum befindet. Hier erfährt man Wissenswertes zur Stadtgeschichte und zur Geschichte des Burgberges. Seit dem 12. Jahrhundert steht hier über den Dächern der Stadt auch die Stiftskirche St. Servatii. Das Gebäude mit dem ältesten Eingangsportal Deutschlands gehört zu den wichtigsten romanischen Bauwerken Deutschlands. In der Kirche befindet sich der wertvolle mittelalterliche Domschatz und in der Krypta sind Heinrich I. und seine Frau Mathilde begraben.

Wer in die Stadt hinabsteigt, den erwartet "ein Märchen aus Fachwerk", wie der Reiseführer "1000 places to see before you die" schreibt. Innerhalb des Rings der mittelalterlichen Stadtmauer, die mit ihren Stadttürmen noch weitestgehend erhalten ist, drängen sich in der Altstadt rund 1300 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Die Altstadt gilt als Musterbeispiel für die Entwicklung des niedersächsischen Fachwerkstils. In einem besonderen Ständerbau in der Wordgasse, das als ältestes Fachwerkgebäude Deutschlands gilt, befindet sich das Fachwerkmuseum. Am Markt liegt das Renaissance-Rathaus mit der Roland- Statue. Daneben reihen sich am Marktkirchhof Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen aneinander - Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus. Zu den Sehenswürdigkeiten Quedlinburgs gehört auch das Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803), das heute Museum ist. Die hübsche Kulisse der Stadt nutzte die ARD-Serie "Alles Klara" von 2011 bis 2017 für seine humorvollen Krimi-Geschichten.

Die reizvolle Lage Quedlinburgs in unmittelbarer Nähe zum Harz machen die Stadt auch zu einem idealen Ausgangspunkt für Wanderer und Wintersportler. Mit den Harzer Schmalspurbahnen erreicht man den Brocken, den mit 1141 Meter höchsten Berg im Harz. Aber auch die Straße der Romanik führt durch Quedlinburg zu sehenswerten romanischen Denkmälern Sachsen-Anhalts.


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