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GESUNDHEIT & FITNESS

Foto: pixabay.com/Shutterbug75 | Copyright-Lizenz: CC0 Creative Commons


WUNDERWERK BLASE

Wie viele Organe bemerken wir sie erst, wenn sie ein Problem hat: die Harnblase. Unter Blasenschwäche leiden heute 10 Millionen Deutsche.

Von Marie Meier

Je nach Größe eines Menschen kann die Harnblase bis zu 1500 ml Urin aufnehmen, doch schon ab einer Menge von etwa 350 ml macht sich die Blase bemerkbar. Bei Frauen mit einer kleineren Blase passiert das früher als bei Männern. Auch äußere und innere Faktoren bestimmen, wann man mal "muss".

Urin wird kontinuierlich von den Nieren produziert und in der Blase "zwischengelagert". Für die Entleerung sorgt ein Zusammenspiel verschiedener Muskeln, ein innerer und ein äußerer Schließmuskel. Der innere Muskel öffnet sich reflektorisch, den äußeren Muskel können wir bewusst steuern. Ein komplexes Zusammenspiel aus Hirn-Zentren, Muskeln und Nerven sorgt dafür, dass dies gut funktioniert. Verschiedene psychologische wie physiologische Ursachen können das System stören und unwillkürlichen Harnverlust - Inkontinenz - verursachen. Die drei häufigsten Formen sind die Belastungs-, die Drang- und die Überlauf-Inkontinenz.

Schon Husten, Lachen oder Laufen kann bei der Belastungsinkontinenz ausreichen, dass Betroffene Urin verlieren. Neben dieser Form sind auch bei der Überlauf-Inkontinenz häufig Frauen betroffen. Denn ursächlich ist oft eine schwache Beckenbodenmuskulatur. Ist sie schlaff, kann die Blase den Urin nicht mehr halten. Schwangerschaften und Geburten können den weiblichen Beckenboden stark beanspruchen. Auch die Wechseljahre führen durch Östrogenabfall zu einer schlechteren Durchblutung der Harnwege und Schwächung der Muskulatur. Bei Männern führen oft Operationen wie die Entfernung der Prostata zu Inkontinenz.

Ein plötzlicher, nicht beherrschbarer Harndrang ist typisch für die Drang-Inkontinenz, die überaktive Blase oder Reizblase. Betroffene spüren einen starken Harndrang, auch wenn die Blase kaum gefüllt ist.

Das stärkt die Blase:
  • Täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit trinken, aber keine süßen, kohlensäurehaltigen Getränke, Tee, Kaffee und Alkohol
  • Toilettengänge herauszögern
  • Zwei Stunden vor dem Schlafen nichts mehr trinken
  • Stress reduzieren und entspannen
  • Kürbiskerne und Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Betacarotin und B-Vitaminen wirken stärkend
Das trainiert den Beckenboden: Aufrecht auf einen harten Stuhl setzen. Die Muskeln zwischen Genitalien und After anspannen, bzw. "hochziehen". Die Anspannung ist ähnlich der, als wenn man den Urinstrahl anhält. Die Spannung einen Moment halten und bewusst lösen. Die Übung sollte mehrmals am Tag für ein paar Minuten wiederholt werden.


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